Bodylift

Straffungsoperationen nach Gewichtsverlust


Die modernen Verfahren des Magenbandes und des Magenbypasses haben zu sehr guten und dauerhaften Erfolgen bei der Gewichtsreduktion geführt. Die Folge eines massiven Gewichtsverlustes ist jedoch eine überschüssige und schlaffe Haut im Bereich der Oberarme und der Brust, des Bauches und des Rückens sowie im Bereich des Gesäßes und der Oberschenkel. Nach erfolgreicher Gewichtsreduktion zeigt sich somit meist kein zufriedenstellendes neues Körperbild aufgrund der ausgeprägten Hautfalten und der abgesunkenen Bauch,-und Gesäßpartien. Die Folge sind depressive Verstimmungen mit Rückfälle in alte Essgewohnheiten mit neuerlicher Gewichtszunahme. Hier ist eine plastisch-chirurgische Operation zur Straffung und Entfernung der überschüssigen Haut notwendig.


Straffungsoperationen der einzelnen Körperpartien

Seit vielen Jahren gibt es die Möglichkeit die verschiedenen Bereiche der schlaffen Haut nach Gewichtsreduktion in mehreren Einzelsitzungen zu entfernen und zu straffen. Je nach Wunsch der Patienten wird mit dem Bereich, der am meisten als störend empfunden wird begonnen. Bei ausgeprägter Fettschürze mit oftmals auftretenden Ekzemen oder Pilzinfektionen zwischen den Hautfalten kann eine Bauchdeckenstraffung durchgeführt werden. Liegt das Hauptproblem im Bereich der Oberschenkel oder Oberarme, so kann durch eine Haut-Fettresektion eine Straffung dieser Körperpartien erzielt werden. All diese operativen Eingriffe sind mit Narben verbunden, welche jedoch bei richtiger Planung und Durchführung der Operation so zu liegen kommen, dass sie relativ leicht zu verbergen sind (z.B. Innenseite Oberschenkel). All diese operativen Eingriffe erfolgen in Allgemeinnarkose mit einem anschließenden stationären Aufenthalt von ca 5 bis 7 Tagen. Nach der Operation wird das Tragen einer Kompressionswäsche für insgesamt 6 Wochen, die eigens für die jeweilige Körperregion angepasst wird, empfohlen.
Diese einzelnen Straffungsoperationen zeigen für die betroffene Region sehr gute Ergebnisse, jedoch kann keine ganzheitliche Straffung des Körperbildes erzielt werden. Das Problem der schlaffen, hängende Haut vor allem im Bereich der Taille und des Gesäßes kann in diesen Einzelschritten nicht korrigiert werden.


Bodylift

Die ganzheitliche Lösung des Problems der schlaffen Haut nach massiver Gewichtsreduktion ist das sogenannte "Lower Bodylift". Bei dieser Methode wird überschüssige Haut und Fettgewebe in großem Ausmaß im Bereich des Stammes, des Gesäßes und der Oberschenkel mit fließenden Konturübergängen entfernt und somit die gesamte untere Körperhälfte in einer Operation gestrafft. Das heißt, mehrere Problemzonen können in einem Eingriff korrigiert und somit dem neuen Körpergewicht angepasst werden.

Die Schnittführung (Narbenverlauf) verläuft zirkulär um den Stamm an der Oberschenkel Innenseite dann bogenförmig über den Beckenkamm und von dort abwärts über dem Gesäß Richtung Lendenwirbelsäule. Ziel ist die Taillierung der Körpersilhouette und gleichzeitig eine Straffung der Haut.

Voraussetzung für ein "Bodylift" ist ein konstanter Bodymass Index unter 40 sowie ein konstantes Gewicht für mindestens 6 bis 12 Monate nach der Gewichtsreduktion. Aufgrund der großen Wundfläche mit der Gefahr von Wundheilungsstörungen sollte diese Operation bei starken Rauchern nicht durchgeführt werden. Die durchschnittliche Operationsdauer beträgt 3-5 Stunden. Der stationäre Aufenthalt liegt bei 5-7 Tagen. Postoperativ kann es zu einem Spannungsgefühl, zu Schwellungen und Blutergüssen oder zu Serombildung kommen. Mögliche Komplikationen sind wie bei jedem operativen Eingriff eine Nachblutung, Wundheilungsstörungen, Wundinfektionen, Thrombosen und Embolien, breite wulstige Narben sowie ein neuerliches Erschlaffen und Hängen der Haut.

Das operative Ergebnis kann günstig beeinflusst werden durch sportliche Aktivität und richtige Ernährung.

Das Tragen einer Kompressionswäsche wird für insgesamt 6 Wochen empfohlen. Mit einer Krankenstandsdauer von ca 2 Wochen ist zu rechnen. Sportliche Aktivitäten sind ca 6 Wochen nach der Operation wieder möglich.

Werden gewisse Faktoren erfüllt, besteht eventuell die Möglichkeit der Kostenübernahme von der Krankenkasse. Zur Beurteilung dieser Faktoren und zur Bestimmung der optimalen Operationsmethode ist ein ausführliches Beratungsgespräch bei einem Plastischen Chirurgen mit Erfahrung in der Adipositas - Chirurgie notwendig.


(Quelle siehe Impressum)

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