Brustvergrösserung - Fragen und Antworten

Grundsätzliches zu Brustimplantaten

Was ist Silikon?

Silikon wird aus Silizium hergestellt, einem halbmetallischen bzw. metallähnlichen chemischen Element, das sich in der Natur mit Sauerstoff zu Siliziumdioxid (Silika) verbindet. Meeressand, Kristalle und Quarze sind Silika. Silika ist die weit verbreiteste Substanz der Erde. Durch Erhitzen von Siliziumdioxid mit Kohlenstoff auf hohe Temperaturen kann Silizium hergestellt werden. Durch Weiterverarbeitung kann Silizium in langkettige Moleküle, so genannte Polymere verwandelt werden, die als Flüssigkeit, Gel oder in Form einer gummiartigen Substanz vorliegen. Verschiedene Silikone kommen in Gleitmitteln und Ölen sowie in Silikongummi zum Einsatz. Silikon ist in vielen allgemeinen Haushaltsartikeln enthalten, z. B. in Polituren, Sonnenschutz- und Handcremes, Deodorants, Seifen, Lebensmittelprodukten, wasserdichten Beschichtungen und sogar in Kaugummi.

Sind Silikonimplantate sicher?

Spezielle Studien haben ergeben, dass sich in Kuhmilch und handelsüblicher Säuglingsmilch viel höhere Silikonanteile nachweisen lassen als in der Brustmilch einer Frau mit Implantaten. Das Institute of Medicine zog folgende Schlussfolgerung: "Es gibt keinen Beweis dafür, dass Silikonimplantate für irgendwelche ernsthaften körperlichen Erkrankungen verantwortlich sind. Frauen kommen im Alltag ständig mit Silikon in Kontakt." Weitere Informationen zur Sicherheit von Silikon können Sie dem Bericht des Institute of Medicine (IOM) entnehmen. Sie finden ihn unter: www.nap.edu

Was ist eine Kapselkontraktur?

Das Narbengewebe bzw. die Kapsel, die sich normalerweise rund um das Implantat herausbildet, kann sich zusammenziehen und Druck auf das Implantat ausüben. Dieser Vorgang wird als Kapselkontraktur bezeichnet. Kapselkontrakturen sind häufig die Folge von Infektionen, Hämatomen (Blutergüssen) und Seromen (Flüssigkeitsansammlungen). Sie treten häufiger bei subglandulärer Platzierung auf. Die Symptome reichen von einer gewissen Verhärtung der Brust und leichtem Unbehagen bis hin zu Schmerzen, Verformung, Tastbarkeit (Palpabilität) des Implantats und/oder Verlagerung des Implantats. In Fällen von starken Schmerzen und Verhärtung der Brust ist eine erneute Operation erforderlich. Diese Eingriffe reichen von der Entfernung des Kapselgewebes bis hin zu Entfernung und Austausch des Implantats selbst. Nach diesen zusätzlichen chirurgischen Eingriffen kann es jedoch erneut zu einer Kapselkontraktur kommen. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass eine geschlossene Kapselsprengung, um die Narbenkapsel aufzubrechen, also intensives Quetschen und Drücken der fibrösen Kapsel rund um das Implantat, keinesfalls empfohlen wird, da dieses Verfahren zur Beschädigung des Implantats führen kann.

Warum bildet der Körper rund um das Implantat eine Kapsel aus?

Wie bei jedem anderen implantierten Fremdkörper bildet sich um das Implantat Narbengewebs, das eine Kapsel bildet. Das ist eine völlig natürliche Reaktion des Körpers.
Brustkapsel


Gesundheit und Schwangerschaft

Haben Implantate Einfluss auf das Brustkrebsrisiko?

Es konnte bisher in keiner Studie nachgewiesen werden, dass damit ein Problem für die Gesundheit von Menschen verbunden ist. Es gibt keine Beweise dafür, dass Implantate Krebs verursachen.

Ist eine Mammografie nach einer Brustimplantation noch möglich?

Frauen mit Brustimplantaten können sich genauso wie Frauen ohne Implantate einer Mammografie oder anderen bildgebenden Verfahren unterziehen. Um eine Bezugsgröße zu erhalten ist es ratsam, eine Mammografie vor der Operation und eine weitere sechs Monate bis ein Jahr nach der Implantation durchzuführen. Mit Brustimplantaten ist allerdings die routinemäßige Mammografie etwas schwieriger, und Sie benötigen zusätzliche Aufnahmen, was mit einem höheren Zeitaufwand und einer höheren Strahlenbelastung verbunden ist. Allerdings ist der Nutzen der Mammografie zur Krebserkennung eindeutig größer als die Risiken der erhöhten Belastung durch Röntgenstrahlen. Brustimplantate können die Interpretation von Mammografiebildern erschweren, indem sie das darunter liegende Brustgewebe unsichtbar machen oder das darüber liegende Gewebe zusammendrücken. Zur angemessenen Visualisierung des Brustgewebes in der implantierten Brust sind bestimmte Verschiebungstechniken erforderlich, die jedoch in anerkannten Mammografiezentren beherrscht werden. Frauen mit Brustimplantaten müssen auf jeden Fall das Mammografie-Personal auf das Vorhandensein ihrer Implantate hinweisen, sodass unter Anwendung spezieller Verfahren die Beschädigung der Implantate vermieden werden kann und die bestmöglichen Darstellungen des Brustgewebes angefertigt werden können. Da die Brust bei der Mammografie zusammengedrückt wird, kann es sonst zum Einreißen der Implantate während der Mammografie kommen.

Auf Mammogrammen können Kalziumablagerungen irrtümlicherweise für Krebs gehalten werden. Dann sind eventuell weitere chirurgische Eingriffe erforderlich, um eine Biopsie und/oder Entfernung des Implantats vorzunehmen, damit genau festgestellt werden kann, ob es sich um Krebs handelt oder nicht.

Kann man eine Silikonallergie bekommen?

Jeder Mensch kann theoretisch eine Allergie gegen jede nur denkbare Substanz entwickeln. Jedoch treten Silikonallergien nur sehr selten auf. Wir kommen alle im Alltag mit Silikon in Kontakt. Silikon ist in vielen allgemeinen Haushaltsartikeln enthalten, z. B. in Polituren, Sonnenschutz- und Handcremes, Deodorants, Seifen, Lebensmittelprodukten, wasserdichten Beschichtungen und sogar in Kaugummi.

Ich bin schon über 50 Jahre alt. Bin ich damit schon zu alt, um Brustimplantate zu erhalten?

Ein allgemein guter Gesundheitszustand ist wichtig, nicht das Alter.

Sollte ich vor einer Brustimplantation mein Idealgewicht haben?

Sie sollten ungefähr Idealgewicht haben. Ein erheblicher Gewichtsverlust nach dem Einsetzen von Brustimplantaten könnte das kosmetische Ergebnis auf eine unerwünschte Weise verändern. Ptosis (Absacken) und eine Verringerung der Größe der Brust könnten die Folge sein. Eine beträchtliche Gewichtszunahme könnte zu einer Vergrößerung der Brust führen.

Wird sich die Empfindlichkeit meiner Brüste verändern?

Nach einer Implantation kann sich die Sensibilität der Brustwarzen und der Brust erhöhen oder auch verringern. Die beobachteten Veränderungen im Anschluss an eine Operation reichen von intensiver Sensibilität bis hin zu keinerlei Gefühl in der Brustwarze oder Brust. Die Veränderungen der Sensibilität können vorübergehend oder dauerhaft sein und können sich negativ auf die sexuelle Reizbarkeit oder Stillfähigkeit auswirken.

Werden meine Brüste sich noch wie ganz normale Brüste bewegen?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. vom verwendeten Implantattyp, von der Taschendissektion sowie davon, wie Ihr Körper das Implantat umschließt und ob eine Kapselkontraktur eines bestimmten Grades vorliegt oder nicht. Bei vielen Frauen ist die Möglichkeit weicher Brustimplantate, die sich schön bewegen, gegeben, während das Resultat bei anderen Frauen fester ist und die Implantate sich kaum bewegen.

Werden die Implantate zu Dehnungsstreifen auf meinen Brüsten führen?

Das Einsetzen von Implantaten kann Dehnungsstreifen verursachen, was jedoch nur selten vorkommt. Sollten Sie sich diesbezüglich Sorgen machen, sollten Sie sich für eine kleinere Implantatgröße entscheiden, um die Dehnung der Haut zu minimieren, oder postoperativ anpassbare SpectrumR-Implantate wählen, mit denen die Haut allmählich gedehnt wird.

Hat das Rauchen negative Auswirkungen auf den Heilungsprozess nach der Operation?

Rauchen führt zu einer Verengung der Blutgefäße, verringert die Durchblutung und schränkt damit die Sauerstoffversorgung des Operationsbereichs ein. Das Gewebe benötigt jedoch diese Blutzufuhr und den vom Blut transportierten Sauerstoff für den Heilungsprozess. Wenn die Durchblutung verringert wird, führt das zu einer Verlangsamung der Gewebeheilung. Die Ärzte geben unterschiedliche Empfehlungen im Hinblick auf einen Rauchverzicht vor und nach der Operation. Unseres Wissens nach können das zwischen fünf und ein bis zwei Wochen vor und nach der Operation sein. Fragen Sie Ihren Arzt, wie lange vor und nach Ihrer Operation Sie nicht rauchen sollten.

Wie lange soll ich nach der Operation warten, bis ich wieder Sport treiben oder anderen körperlich anstrengenden Aktivitäten nachgehen kann?

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, wenn es darum geht, wie lange Sie arbeitsunfähig sein werden und wann und in welchem Umfang Sie wieder körperliche Aktivitäten aufnehmen können. Die Erholungsphase ist für jede Frau unterschiedlich lang. Im Allgemeinen sind die ersten paar Tage die unangenehmsten. Im Durchschnitt dauert es vier bis sechs Wochen, bis Sie Ihre Aktivitäten im vollen Umfang wieder aufnehmen können.

Es ist wichtig, dass während der Heilungsphase kein Schweiß in die Einschnittstelle eindringt. Schränken Sie deshalb körperliche Aktivitäten und Sonnenbäder ein, bis die Einschnittstelle verheilt und verschlossen ist. Widmen Sie sich nicht zu früh anstrengenden körperlichen Aktivitäten, besonders nicht solchen, die den Oberkörper beanspruchen. Gönnen Sie Ihrem Körper während der Heilungsphase die notwendige Ruhe. Schwellungen rund um das Implantat sollten vermieden werden.

Nach einem Monat ist es normalerweise wieder möglich in ein Jacuzzi zu gehen oder ein Vollbad zu nehmen. In der Frühphase, ein bis zwei Wochen nach der Operation, sollte der Einschnitt nicht längere Zeit mit Wasser in Berührung kommen.

Warten Sie unbedingt die Zustimmung Ihres Arztes ab, bevor Sie wieder sportliche Aktivitäten aufnehmen. Die Erholungsphase dauert bei jeder Patientin unterschiedlich lange. Spazierengehen wird allgemein empfohlen, um den Kreislauf anzuregen. Je größer die Implantate sind, desto schwerer werden Ihre Brüste. Sie müssen deshalb bei Laufsportarten BHs mit guten Stützeigenschaften tragen, um übermäßige Dehnung der Haut und ein Absinken (Ptosis) der Brust zu vermeiden.

Kann ich mit Implantaten sonnenbaden oder ein Bräunungsstudio besuchen?

Bräunen in einem Sonnenstudio oder Sonnenbaden ist zwar unschädlich für die Implantate, kann aber die Narben verstärken. Sonne oder Solarienstrahlen auf den Einschnitten sollten mindestens bis ein Jahr nach der Operation vermieden werden, da Bräunungsstrahlen die Schnitte permanent dunkler machen. Das Implantat kann sich warm anfühlen und sich langsamer wieder abkühlen als Ihr Körper.

Wann kann ich wieder fliegen oder sporttauchen?

Viele Frauen mit Implantaten tauchen und fliegen in Flugzeugen. Durch die damit verbundenen Druckschwankungen kann es zu einer leichten Expansion oder Kontraktion der Implantathülle kommen. Dabei können winzige Luftbläschen in den Implantaten entstehen. Sowohl bei mit Gel gefüllten als auch bei mit Kochsalzlösung gefüllten Implantaten können Sie Flüssigkeitsgeräusche (Gluckern) hören oder spüren. Diese sollten jedoch nach 24 bis 48 Stunden wieder verschwinden.

Wann kann ich wieder einen BH mit Formbügel tragen?

Die meisten Ärzte bitten Frauen, nach einer Implantation drei Monate zu warten, bevor sie wieder BHs mit Formbügeln tragen. In diesen drei Monaten bildet Ihr Körper Narbengewebe um das Implantat aus. In dieser Zeit könnte der Druck der Formbügel eine permanente Einbuchtung des Narbengewebes zur Folge haben. Nach der anfänglichen Heilungsphase sollten Sie Formbügel-BHs nur gelegentlich tragen, um permanente Einbuchtungen zu vermeiden.

Was passiert während der Schwangerschaft?

Jede Frau ist ein Individuum, weshalb während oder nach einer Schwangerschaft sehr unterschiedliche Reaktionen auftreten können. Ihre Brüste werden größer und machen alle mit einer für eine Schwangerschaft typischen Veränderungen mit. Das Ausmaß der Brustvergrößerung ist von Frau zu Frau verschieden, und auch die Implantatgröße spielt dabei eine Rolle.

Kann ich mit Brustimplantaten noch stillen?

Viele Frauen mit Brustimplantaten konnten ihr Baby problemlos stillen. Aktuelle Studien besagen, dass die Milch von Frauen mit Brustimplantaten (egal, ob es sich um Implantate mit Kochsalzlösung oder Gel handelt) keinen höheren Silikongehalt aufweist als die von Frauen ohne Implantate. Brustimplantate können sich jedoch bei einigen Frauen negativ auf die Stillfähigkeit auswirken. Die Einschnittstelle außerhalb des Brustwarzenhofs beeinträchtigt diese Fähigkeit mit höherer Wahrscheinlichkeit. Bei einigen Frauen kommt es zu dieser Zeit zu einer so genannten Mastitis, einer Entzündung der Milchdrüsen, die auch zu Kapselkontraktionen führen kann. Durch die Einnahme eines Antibiotikums beim ersten Auftreten von Symptomen kann dieses Risiko minimiert werden. Informieren Sie bei Anzeichen einer Entzündung stets Ihren Arzt.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht bekannt, ob eventuell eine geringe Menge Silikon aus der Silikonhülle Brustimplantaten in die Muttermilch diffundieren kann. Wenn das der Fall sein sollte, ist jedoch nicht bekannt, welche Auswirkungen das auf den Säugling haben könnte. Zwar gibt es gegenwärtig keine Methoden zum Nachweis des Silikongehalts in der Muttermilch, eine Studie zur Messung des Gehalts an Silizium (eines Bestandteils von Silikon) hat jedoch keine höheren Werte in der Muttermilch von Frauen mit silikongelgefüllten Implantaten ergeben, als bei Frauen ohne Implantate.

(Quelle: Mentor Deutschland GmbH)



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Good-Times sucht für "Lebe deinen Traum" auf PRO7.
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