Faltenbehandlung - Falten im Gesichtsbereich

Falten im Gesichtsbereich können auf unterschiedliche Art und Weise entstehen.
Ursachen dafür sind:

  • Störungen im Mikrorelief der Haut (feinste Fältchen)
  • Bindegewebige Degeneration
  • Muskelzug (z.B. "Zornesfalte")
  • Schwerkraft

Die Therapieverfahren der Wahl bei Störungen im Mikrorelief der Haut sind die Mikrodermabrasion, ein oberflächliches Chemical Peeling oder eine Laserbehandlung. Ziel ist die Glättung der Haut mit Beseitigung von Hautunreinheiten und eine Verbesserung des Teints.
Bei ausgeprägterer Faltenbildung um den Mund ist eine Dermabrasio (Abschleifen der Haut) sowie eine Auffüllung der Falten mit Hyaluronsäure empfehlenswert.

Bei bindegewebiger Degeneration der Haut, welche aufgrund von chronischer UV-Expostion entstehen kann, ist ebenfalls ein Chemical Peeling oder eine Laserbehandlung zu empfehlen um ein besseres Hautbild zu erzielen.

Die Falten im Bereich der Stirn und seitlich bei den Augen entstehen durch Muskelzug. Dies kann behoben werden durch eine Minderung der muskulären Aktivität mit einem Botulinum Toxin A, welches in den Muskel gespritzt wird. Dies bewirkt außerdem eine Minderung der Faltentiefe.

Diese genannten konservativen Verfahren führen allerdings zu keiner Verbesserung der durch Schwerkraft und Hautüberschüsse entstehenden Falten im Gesicht. Diese Form der Alterung im Gesicht zeigt sich vor allem in Wangen, Kinn und Halsbereich und kann mittels chirurgischem Eingriff, dem sogenannten Facelift wieder verbessert werden.


Konservative Faltentherapie


Mikrodermabrasio:

Abschleifen der obersten, aus alten und abgestorbenen Zellen bestehende Hautschicht. Schmerzlose unblutige Behandlungsmethode mit speziellen mikrofeinen Kristallen, welche mit hohem Druck auf die Hautoberfläche "geschossen" und durch ein Vakuum sofort wieder abgesaugt werden. Je nach Hauttyp und Regenerationsfähigkeit der Haut sind mehrere Behandlungen notwendig. Geeignet auch für Hals und Decollte.

Anwendung:

  • Verbesserung des Hautoberflächen-Reliefs
  • Pigmentstörungen, Altersflecken
  • Feine Fältchen
  • Hyperkeratosen
  • Narben


Dermabrasio:

Mechanisches Abschleifen von tieferen Hautschichten. Dies führt nicht nur zur Erneuerung der Hautschichten, sondern es wird auch das Bindegewebe zur vermehrten Produktion von Kollagen und elastischen Fasern angeregt. Bei dieser Behandlungsmethode ist eine örtliche Betäubung notwendig.

Anwendung:

  • Verbesserung der Hautqualität
  • Tiefere Gesichtsfalten (besonders perioral)
  • Narben
  • Pigmentstörungen
  • Knollennase (Rhinophym)
Mögliche Komplikationen: Narbenbildung, Infektion, Hypo- oder Hyperpigmentierung



Chemical Peeling:

Je nach Faltentiefe oder Hautschädigung werden oberflächliche, mitteltiefe oder tiefe Peelings verwendet. Sie unterscheiden sich im Grad ihrer Wirkung je nach der Konzentration des Produktes, der verwendeten Substanz (Fruchtsäure, Essigsäure) und der Einwirkzeit.

Anwendung:

  • Verbesserung der Hautqualität/Hautrelief
  • Oberflächliche bis mitteltiefe Falten
  • Pigmentstörungen
  • Aknenarben


Laser-Skin-Resurfacing:

Zur Anwendung kommen verschiedene Lasertypen zur Abtragung der obersten Hautschichten. In der Tiefe erfolgt durch die Hitze ein Zusammenziehen der Fasern mit gewebsstraffendem Effekt. Daher gut geeignet zur Behandlung feiner, mittlerer und tiefer Hautfalten.

Nebenwirkungen: Schwellung, Nässen, Rötung

Mögliche Komplikationen: Hypo- oder Hyperpigmentierung, Infektion, protrahierte Wundheilung, Narbenbildung


Filler:

dienen zur Beseitigung von Substanzdefekten (tiefe bestehende Falten) und somit zur Glättung der Hautoberfläche. Bei der Faltenunterspritzung werden aufpolsternde Substanzen in das Gewebe unter der Hautfalte injiziert und somit die Falte geglättet.
Man unterscheidet permanente von nicht permanenten Füllmaterialien. Permanenten Filler sind generell nicht zu empfehlen, da es zu ausgeprägten Granulombildungen kommen kann. Versehentliche Über- oder Fehlkorrekturen bleiben bestehen.
Nicht permanente Filler (Kollagen, Hyaluronsäure) sind sehr gut und sicher zur Faltenaugmentation geeignet. Nach ca 6 Monaten kommt es zum vollständigen Abbau der Substanz. Regelmäßige Wiederholungen der Behandlungen müssen bei entsprechendem Patientenwunsch durchgeführt werden.

Anwendung bei:

  • Perioralen Falten
  • Nasolabialfalten
  • Auffüllen tieferer Defekte oder Narben
  • Lippenaugmentation

Mögliche Komplikationen: Hämatome, Schwellung, Rötung, Infektion, allergische Reaktion


Botulinumtoxin

Die Prägung der Gesichtsfalten erfolgt in erster Linie durch die mimische Muskulatur. Eine Minderung der Gesichtsfalten erfolgt mittels Botulinumtoxin welches aufgrund der Lähmung der Muskulatur zu einer Entspannung der mimischen Muskulatur führt. Die Muskeln sollten jedoch nicht vollständig deaktiviert werden, um die Entstehung eines ausdruckslosen Gesichtes zu vermeiden.

Anwendung:

  • Zornesfalte
  • Stirnfalten (Denkerfalten)
  • Lachfalten (Krähenfüße)

Zusätzliche Anwendungsgebiete:

  • Anhebung der Augenbraue
  • Nasenfältchen
  • Oberlippenfalten
  • Kinnfalten
  • Hängende Mundwinkel

Zunächst dauert es ca 5 Tage nach der Injektion bis das Botulinumtoxin wirkt. Die Wirkdauer beträgt durchschnittlich 6 Monate.

Mögliche Nebenwirkungen sind eine größere Ausbreitung des Toxins um den Injektionsort mit der Folge, dass auch weiter entfernt liegende Muskel vorübergehend gelähmt werden. (z.B.: vorübergehendes Hängen des Oberlides). Auftreten von blauen Flecken, leichtes Brennen. Allergische Reaktionen sind möglich.


Injektion mit Eigenfett

Gewinnung von Fettgewebe im Rahmen einer Fettabsaugung (Bauch, Oberschenkel). Nach spezieller Aufarbeitung des Fettes kann dieses zur Faltenunterspritzung verwendet


Chirurgische Eingriffe zur Straffung der Gesichtshaut


Mittelgesichtslift ( ev mit Straffung der Unterlider)

Facelift

Halslift

Brauenlift



(Quelle siehe Impressum)