Fettabsaugung - Risiken und Komplikationen
Blutungen:
Dazu zählen stärkere Blutungen während der Operation oder nach dem Eingriff, die eine Nachoperation zur Blutstillung, ggf. mit (Eigen-) Bluttransfusion erforderlich machen.
Blutergüsse und Wundsekretbildung:
Da bei einer Fettabsaugung zwangsweise Gewebe verletzt wird, entstehen Blutergüsse (Hämatome). Eine 24- Stunden Drainage oder nicht ganz verschlossene Wunden sorgen dafür, dass die meistens beseitige werden. Eventuell vorhanden Hämatome bilden sich in der Regel innerhalb 2-6 Wochen zurück. Eher selten müssen größere Hämatome operativ entfernt werden. Es kann Gewebsflüssigkeit (Wundsekret) entstehen.
Infektionen:
Selten verzögern örtliche Infektionen die Wundheilung oder führen zu Zystenbildung. Sie müssen mit Antibiotika behanselt werden. Kommt es zur Abszessbildung, ist ein operativer Eingriff nötig.
Narbenwucherungen und Sensibilitätsstörungen:
Die Narben an den Einschnittstellen können übermäßig wuchern und schmerzen. Da Hautnerven durchtrennt und irritiert wurden, fühlt sich die Haut über der operierten Zone bis etwa 3 Monate nach dem Eingriff taub an. Selten resultiert daraus eine eingeschränkte Berührungsempfindlichkeit.
Spezielle Risiken:
Spezielle Risiken sind Kreislaufprobleme, eine stärkere Schwellungsneigung und ein nicht zufriedenstellendes ästhetisches Ergebnis. Die Thrombose-Gefahr wird mit 1:1000 angegeben, sehr selten kommt es zur Embolie durch Blutgerinnsel oder Fett.
Schwellungen:
Schwellungen können bis zu 6 Monate und länger (Hals, Gelenke, vor allem Knöchel) anhalten. Wenn sie zurückgehen, folgen oft Gewebeverhärtungen, die ihrerseits meist in den folgenden Monaten (an den Oberschenkeln schneller als am Bauch) verschwinden.
Fettembolie:
Selten gelangen Fettzellen in die Blutbahn und verstopfen diese. Das ist lebensgefährlich.
Unschöne Ergebnisse:
Ästhetisch unbefriedigende Operationesergebnisse sind eine unregelmäßige Hautkontur, eine zu geringe Korrektur, Dellen an zu stark und Erhöhungen an zu schwach abgesaugten Stellen sowie Furchen, Stufenbildungen, Falten, ein asymmetrisches Ergebnis oder eine übermäßige Hautpigmentierung.
Unterkorrekturen: also zu wenig Fett absaugen, können ebenso wie Dellenbildung und Asymmetrie etwa ein halbes Jahr später korrigiert werden, nachdem das Operationsgebiet abgeheilt ist.
Überkorrekturen: wie Falten und Furchen können oft nur durch Hautschnitte beseitigt werden, die Narben hinterlassen. Sie können das Ergebnis einer Liposuktion sein, die zu dicht unter der Hautoberfläche durchgeführt wurde.
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